Wundersam, über was sich vermeintlich erwachsene Menschen plötzlich freuen können. So passiert es gelegentlich, dass ein Baby zwei Tage lang überhaupt keine Anstalten macht, seine Windel ordentlich vollzumachen. Nass ist sie zwar immer, aber ein richtiger Haufen ist einfach nicht drin.
Was kinderlose Paare glücklich machen würde, versetzt Eltern auf einmal in nervöse Zustände:
"Hat er bei Dir heute schon was in der Windel gehabt?"
"Ne, seit gestern Abend war nichts mehr drin."
"Bei mir gestern auch gar nichts."
"Hm, naja, er macht bestimmt noch was."
Aber nix passiert. Der Kleine ist fröhlich, ihm fehlt es an nichts und trotzdem ist nichts Großes in der Windel zu finden.
"Er hat aber gestern Mittag auch nicht viel gegessen."
"Vielleicht liegt es an dem neuen Brei von gestern Abend."
"Hat er denn genug getrunken?"
"Wahrscheinlich ist es ihm momentan auch einfach zu heiß."
Mit anderen Worten: wir wissen von nichts und mutmaßen wie wild, an was das jetzt wohl liegen könnte. Dieser Zustand intensiviert sich über die Zeit bis zu solch intimen Konversationen wie: "Oh, riech mal bitte, hat er nen Stinker in der Hose?" - "Nein, das war wohl nur ein Furz."
Doch eines Tages kommt dann der Zeitpunkt, wo die Antwort lautet: "Ja, er hat nen Stinker in der Hose!"
Und dann stelle man sich eben jene beiden vermeintlich erwachsene Menschen vor, welche im Duett mit ihrem Kleinen auf dem Arm singen:
"Daaaa
iiiiist
eiiiin
Stinker in der Hose,
Stinker in der Hose,
Stinker,
Stinker,
Stinker in der Hose!"
Und plötzlich ist die Welt wieder in Ordnung.
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