
Wenn Henry wieder mal so eine Phase hat, während der er zum Schreikind mutiert (man spricht dann gerne auch von einem "Schub" oder "Entwicklungsschub"), ist es kaum auszuhalten. Die ersten paar Tage kann man sich noch sehr gut einreden, dass das alles normal und gut so ist und er nach dieser Phase viel mehr können wird als zuvor. Wenn sich das jedoch zwei Wochen in die Länge zieht, man an einem Samstag Morgen sich auf das Wochenende freut und der Kleine ununterbrochen quängelt, beschäftigt werden will, schreit, kreischt und brüllt, dann ist man irgendwann soweit, dass es einfach reicht.
Unsere Hebamme hatte uns vor vielen Monaten den Rat erteilt, sich mit diesen Situationen abzufinden und sie zu akzeptieren. Die Schreiattacken müsse man "einfach aushalten", danach sei alles wieder bestens.
Und tatsächlich ist das der einzige Tipp, der in brenzligen Situationen hilft: Ruhe bewaren (oder sie für sich schnell wieder herstellen) und vor allen Dingen Ruhe ausstrahlen! So abgedroschen es auch klingen mag: positiv Denken unter allen Umständen. Ganz nach dem Motto: wer so laut schreien kann, der bekommt auch gut Luft und ist gesund - was will man mehr?
Und wenn der Kleine danach wieder lacht und strahlt, ist sowieso alles, wie es sein soll.
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