Henrys Welt wird jeden Tag ein bisschen größer. Mit jedem Schritt dringt er weiter vor in die Welt der Neins.
"Nein, Henry, nicht an der Pflanze ziehen."
"Nein, Henry, nicht die Schuhe in den Mund nehmen."
"Nein, Henry, Au! Nicht an den Haaren ziehen."
"Nein, Henry, nicht das Stromkabel nehmen."
Man darf sich also nicht wundern, dass Kinder nach dem ersten Spracherwerb schnell selbst in die Nein-Phase übergehen - sie haben es schließlich so von ihren Eltern gelernt.
Wichtig während der elterlichen Nein-Phase ist jedoch unbedingte Konsequenz! Da Henry sich regelrecht darüber freut, eine Reaktion bei uns erzeugt zu haben, macht er auch genau mit dem weiter, was wir unterbinden wollten. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als ein "Nein" mit einer Aktion zu unterstützen: aufstehen, schnell zu Henry gehen, ihn im Regelfall hochheben, umdrehen und seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken.
Kurz gesagt, unsere Nein-Phase verhilft sogar zu einem ausführlichen Bewegungsprogramm - das ist besser als jede Brigitte-Blitz-Diät. Also wollen wir hoffen, dass diese Phase noch eine Weile anhält.
Tip des Tages: man muss auch gelegentlich mal "Ja" sagen können!
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