Donnerstag, 27. August 2009

Lachattacken

Seit ein paar Tagen gelingt es mir immer wieder, Henry so richtig zum Kaputtlachen zu bringen. Er fängt dann an, richtig zu glucksen und lacht herzhaft aus sich heraus - herrlich, das zu sehen und zu hören, man kann eigentlich nur mitlachen.

Möglichkeiten, ihn zum Lachen zu bringen:
  • ihn in die Luft werfen und wieder auffangen, das ganze endlos wiederholen
  • Grimassen vor seinem Gesicht ziehen und ganz komisches Zeug brabbeln
  • ihm immer wieder auf den Bauch prusten, mal kurz mal lang, mal laut mal leise

Generell gesprochen: sich zum maximalen Affen machen, selbst wenn die eigene Ehefrau einen dabei filmt!

Tip des Tages: ich kann nur empfehlen, jeden Tag völligen Blödsinn, Quatsch und Kokolores mit einem Kind zu machen. Das schärft die eigenen Sinne im Hinblick auf die Kleinen und hält den Ernst des (späteren) Lebens möglichst lange von den Kleinen fern.

Dienstag, 25. August 2009

Er kriegt bestimmt einen Zahn

Viele Leute, denen man mit Henry begegnet, wissen glücklicherweise so viel, dass sie jede kleine Zuckung von Henry folgerichtig interpretieren und mit wichtigen Ratschlägen auftrumpfen können.

"Er weint bestimmt, weil er Hunger hat." - Sowas hört man im Regelfall nachdem er was zu Essen bekommen hat.

"Zieht Ihr ihm keine Mütze auf den Kopf? Ihm ist bestimmt zu kalt." - Ja, vor allen Dingen bei sommerlichen Temperaturen über 30° droht die Gefahr einer spontanen Unterkühlung.

"Ihr dürft ihn aber nicht so viel rumtragen, gell?" - Nein, auf keinen Fall darf man einen Säugling viel rumtragen, wenn er noch nicht krabbeln kann. Sonst verkümmern irgendwann die Beine und bilden sich zurück, so dass er nie laufen lernt.

"Wenn er so spuckt, dann bekommt er auf jeden Fall einen Zahn." - Jawoll, er spuckt nämlich bereits seit 4 Monaten ununterbrochen ("Das würde ich dann aber dringend mal untersuchen lassen.") ohne einen Hinweis auf auch nur einen einzigen Zahn. Wir vermuten, dass er bald mit einem Schlag über Nacht alle 20 Milchzähne im Mund hat.

Aber ich kann Entwarnung geben: auch an Alleswisser und Vielkommentierer gewöhnt man sich im Laufe der Zeit und lernt, mit freundlichem Nicken jedweden Redeschwall über sich ergehen zu lassen.

Montag, 24. August 2009

Ratgeber

Der Markt an Ratgebern für unerfahrene, kaufwillige Eltern ist schier unüberschaubar. Man schätzt sich glücklich über all die gut gemeinten Buchgeschenke von Freunden, Bekannten und Verwandten und ist froh, ein Duzend schlaue Bücher in der gesamten Wohnung verteilt liegen zu haben. Zu jedem wichtigen und unwichtigen Thema kann man jederzeit nachschlagen und vorlesen.

Ja, im Vorlesen wird man sowieso richtig gut, da jedes neu entdeckte Wissen schnellstmöglich mit der Ehefrau geteilt werden muss. Schließlich wollen wir ja alle ganz sicher sein, alles immer richtig zu machen.

Nach einem guten halben Jahr Babyerfahrung kann ich sagen, dass die Ratgeberphase relativ schnell wieder nachlässt. Man stellt doch schließlich fest, dass viele Bücher entweder völlig unnötig sind oder Vorschläge und Weisheiten verbreiten, welche mit der eigenen Eltern- und Erziehungsintuition nicht in Einklang zu bringen sind.

Mein Tipp an alle frischen Eltern: keine Bücher kaufen, sondern sich maximal beschenken lassen - gelesen wird der ganze Kram sowieso nicht.

Samstag, 22. August 2009

Aufstehen ohne Wecker

Jahrelang habe ich versucht, mir das automatische, pünktliche Wachwerden in den Morgenstunden anzutrainieren. Aber ich scheine keinen angeborenen Schlafrhythmus zu besitzen: ohne Wecker schlafe ich gerne auch bis Mittags.

Unser Sohn Henry hat mir endlich ermöglich, auf den nervigen Weckerklingelton zu verzichten. Seit er bis morgens um 5 Uhr durchschläft, sich Stillen läßt und dann nochmal bis kurz vor 7 Uhr schläft, kann ich mich ganz entspannt ohne Wecker ins Bett legen mit der Gewissheit, rechtzeitig durch Henry geweckt zu werden.

Freitag, 21. August 2009

Die ersten Tage

Im Nachhinein gibt es auf den ersten Blick gar nicht so viel zu berichten. Ich versuche mal, das Wichtigste zu beschreiben.

Wir sind im Februar 2009 Eltern von Henry geworden und die ganze Welt hat sich verändert. Da wir während der Schwangerschaft maximal bis zum Zeitpunkt der Geburt vorgedacht hatten, waren wir entsprechend unvorbereitet in die neue Situation hineingeworfen worden.

Erste Hilfestellungen beim Wickeln und der allgemeinen Babypflege wurden mir als Papa noch ein paar Tage im Krankenhaus gegeben. Zuhause angekommen waren wir auf uns allein gestellt und hatten auch kaum Hilfe nötig - wer nicht allzu dämlich durch das Leben läuft, dem erschließt sich die notwendigen Handhabung von alleine. Trotzdem möchte ich unseren Hebammen Frau Susanne Baus sowie Frau Kerstin Olieschar danken für die vielen Tipps (http://www.hebamme-baus.homepage.t-online.de/hebamme-baus/).