Henry übt jetzt täglich mehr: an Schränken und Sofas hochziehen, hinter Mama her durch die Zimmer krabbeln, nachts um halb 3 aufwachen, morgens um halb 6 aufstehen wollen, aber vor allem eins: brabbeln wie ein Weltmeister.
"Äh gig ge", hat er mir vorhin freudestrahlend erzählt.
"Äh gig ge?" Ich frage vorsichtshalber mal nach.
"Giiiiiiich", sagt Henry und schlägt dabei mit den Armen um sich.
"Ja, genau, das würde ich nämlich auch sagen", antworte ich ihm.
Auf diese Art reden Henry und ich momentan bei fast allem, was wir tun.
Gestern Abend erst auf dem Wickeltisch meinte ich: "So, jetzt gibt's mal eine frische Hose."
Und er daraufhin: "Hahahahaaa!"
Wenn er gerade einmal selbst beschäftigt ist und im Wohnzimmer spielt, dann kann man auch manchmal einen Monolog hören, der etwas so lautet: "Giii, aaaah, kchchch, rrrrrr, geee, gig, kekch."
Wir werden das in den nächsten Wochen mit großem Interesse verfolgen - irgendwann schaffe ich es bestimmt, dass er mir etwas nachspricht. Und ich arbeite mit Hochdruck an einem Henry-Wörterbuch, denn momentan ist es uns noch völlig schleierhaft, was er uns eigentlich mitteilen will.
Das macht aber gar nichts, denn solange er dabei lacht, ist die Welt für uns alle in Ordnung.
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