Der Markt an Ratgebern für unerfahrene, kaufwillige Eltern ist schier unüberschaubar. Man schätzt sich glücklich über all die gut gemeinten Buchgeschenke von Freunden, Bekannten und Verwandten und ist froh, ein Duzend schlaue Bücher in der gesamten Wohnung verteilt liegen zu haben. Zu jedem wichtigen und unwichtigen Thema kann man jederzeit nachschlagen und vorlesen.
Ja, im Vorlesen wird man sowieso richtig gut, da jedes neu entdeckte Wissen schnellstmöglich mit der Ehefrau geteilt werden muss. Schließlich wollen wir ja alle ganz sicher sein, alles immer richtig zu machen.
Nach einem guten halben Jahr Babyerfahrung kann ich sagen, dass die Ratgeberphase relativ schnell wieder nachlässt. Man stellt doch schließlich fest, dass viele Bücher entweder völlig unnötig sind oder Vorschläge und Weisheiten verbreiten, welche mit der eigenen Eltern- und Erziehungsintuition nicht in Einklang zu bringen sind.
Mein Tipp an alle frischen Eltern: keine Bücher kaufen, sondern sich maximal beschenken lassen - gelesen wird der ganze Kram sowieso nicht.
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